Deutsche Privathaushalte geben jährlich rund 2 Milliarden Euro für Produkte zur Wäschepflege aus – das sind fast 50 Euro pro Haushalt.

Damit Sie diesen Betrag bestmöglich verwenden, helfen die Ergebnisse von Waschmittel Test bei der Auswahl von geeignetem Waschpulver.

Aktuelle Testergebnisse

Stiftung Warentest

22 Vollwaschmittel (kompakt und Pulver) bei Stiftung Warentest 11 / 2014

22 aktuelle Vollwaschmittel wurden von der Stiftung Warentest auf Waschwirkung und Umwelteigenschaften untersucht.

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Stiftung Warentest

19 Flüssigwaschmittel bei Stiftung Warentest 02 / 2013

Flüssigwaschmittel sind beliebt und eignen sich besonders für Farbiges. Darüber hinaus sind Feinwaschmittel und Spezialprodukte für schwarze Textilien im Test vertreten. Die Noten schwankten im weiten Rahmen von „gut“ bis sogar „mangelhaft“.

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Stiftung Warentest

21 Vollwaschmittel (flüssig und Pulver) bei Stiftung Warentest 02 / 2012

Die Stiftung Warentest verglich 2 Vollwaschpulver und 19 Flüssigvollwaschmittel und entdeckte nennenswerte Unterschiede zwischen diesen Waschmittelarten.

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Ökotest

18 Vollwaschmittel im Niedrigtemperatur-Test bei Öko-Test

Energiesparende Waschmaschinen setzen sich dank steigender Strompreise immer mehr durch. Viel Strom lässt sich bei niedrigen Waschtemperaturen einsparen. Deshalb hat Öko-Test sich die Waschleistungen bei 20 Grad genauer angeschaut.

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Ökotest

Colorwaschmittel getestet bei Öko-Test in 03 / 2014

Ohne Colorwaschmittel geht heute nichts mehr bei bunter Wäsche. Deshalb untersuchte Öko-Test 18 aktuelle Produkte - mit aufschlussreichen Ergebnissen.

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Wie macht man einen Waschmittel Test?

Bei der Durchführung ist darauf zu achten, dass man einem Protokoll folgt, das realitätsnahe und reproduzierbare Ergebnisse liefert. Üblicherweise haben sowohl die Waschmittel-Hersteller als auch Testinstitute spezielle Textilien, die mit einer Vielzahl von verschiedenartigen Flecken versehen sind.

Diese Textilien werden dann mit dem zu analysierenden Produkt gewaschen und danach auf ihre Sauberkeit kontrolliert. Dies kann mittels des menschlichen Auges oder modernster Kamera-Technologie geschehen. Je mehr Flecken ein Waschmittel sauber bekommt, desto besser ist seine Wirksamkeit.

Dieses Video gibt Aufschluss darüber, wie ein solcher Test bei der Stiftung Warentest durchgeführt wird.

Statistiken zum Verbrauch von Waschmitteln

Ohne Waschmittel kommt heute kein Haushalt mehr aus. Dies zeigt sich unter anderem in der wirtschaftlichen Bedeutung. In 2012 haben die deutschen Haushalte 1,69 Milliarden Euro für Waschmittel ausgegeben. Dazu kommen noch mehr als 300 Millionen Euro für Weichspüler, der in vielen Haushalten bei der Wäschepflege nicht fehlen darf.

Waschmittel Umsatz 2012 zu Endverbraucherpreisen

Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von aktuell 2,02 Personen bedeutet dies, dass für Waschmittel rund Weichspüler knapp 50 Euro jedes Jahr pro Haushalt ausgegeben werden.

Die hier präsentierten Daten stammen vom IKW, dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (zu erreichen unter www.ikw.org). In diesem 1968 gegründeten Verband haben sich die Produzenten zusammengeschlossen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Von ursprünglich 106 Mitgliedsfirmen ist der Verband auf mittlerweile knapp 400 Mitgliedsunternehmen gewachsen.

Historische Entwicklung

Das Reinigen von Kleidung war schon immer ein Problem der Menschheit. Deshalb lassen sich die ersten Methoden zum Waschen von Kleidung schon in frühen Hochkulturen nachweisen:

  • Die Sumerer nutzten im Zweistromland ein seifenähnliches Mittel aus Ölen und Asche.
  • In Ägypten benutzten Waschfrauen Verbindungen aus kieselsaurem Salz und Asche.
  • Zur Zeit der Römer wurde Urin gesammelt und vergoren. Damit ließen sich Gewänder reinigen und weiß halten. Von Kaiser Vespasian stammt der berühmte Ausspruch „Pecunia non olet – Geld stinkt nicht“, mit dem er die Besteuerung der öffentlichen Urinsammlungen durchsetzte.

Signifikante Durchbrüche in der Waschmittelforschung werden im 20. Jahrhundert gemacht.

  • Das in vielen Ländern bekannte und häufig gekaufte Persil Waschmittel wird 1907 von Henkel auf den Markt gebracht.
  • Der deutsche Chemiker Otto Röhm entwickelt 1914 eiweißlösende Enzyme, die schon bei niedrigen Temperaturen und bei relativ geringer mechanischer Reibung sehr wirkungsvoll sind.
  • Heinrich Bertsch, ebenfalls ein deutscher Chemiker, entwickelt 1932 FEWA, das weltweit erste vollsynthetische Waschmittel. Procter & Gamble, ein US-Unternehmen, zieht im folgenden Jahr mit Dreft nach.
  • Das weltweit mengenmäßig wichtigste Waschmittel wird 1949 von Procter & Gamble unter dem Markennamen Tide in den USA eingeführt. Mittlerweile ist es in vielen anderen Ländern erhältlich – oftmals unter anderen Namen (in Deutschland: Ariel).
  • Seit 1961 gibt es in Deutschland Bemühungen, Gewässer vor Belastungen durch Rückstände von Waschpulver zu schützen. Beispielsweise müssen hohe Anteile biologisch komplett abbaubar sein, und bestimmte Inhaltsstoffe (Phosphat) dürfen nicht mehr verwendet werden.
  • Um die Belastungen durch Transport und Verpackungsmaterial zu reduzieren, verpflichtet sich die Industrie immer wieder zu „Verdichtungsrunden“, bei denen die Wirksamkeit pro Masseeinheit erhöht wird. Somit kann geringer dosiert werden, und Verpackungsmaterial sowie Transportemissionen lassen sich einsparen.

Waschmittel-Arten

Heute kann man als Verbraucher aus eine großen Palette verschiedener Waschmittel auswählen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich

  • Geeignete Textilien
  • Waschtemperatur
  • Maschinenwäsche bzw. Handwäsche

Die Tabelle bietet einen Überblick über die wichtigsten Arten. Am häufigsten gekauft sind nach wie vor Vollwaschmittel, die in flüssiger oder Pulverform erhältlich sind.

Vollwaschmittel Eignen sich für alle Waschtemperaturen (20 bis 95 Grad)

Waschen der meisten Textilien möglich

Oft auch als Universalwaschmittel bezeichnet

Gibt es als Waschpulver oder Flüssigwaschmittel

Feinwaschmittel Für Waschtemperaturen bis maximal 30 Grad

Eignen sich für Handwäsche

Colorwaschmittel Optimiert für Temperaturen von 20 bis 60 Grad

Schonend zu farbigen Textilien

Manchmal auch unter dem Begriff Buntwaschmittel zu finden

Spezialwaschmittel Für empfindliche Textilien aus Seide oder Wolle

Zunehmend auch für Sporttextilien zu bekommen

Meist sehr niedrige Waschtemperaturen

Ohne Waschmittel waschen – geht das?

Da Waschmittel übers Jahr gerechnet einiges kosten, suchen viele nach Alternativen. Idealerweise sollte man ohne Waschpulver waschen können. In diesem Zusammenhang kommen die folgenden Produkte ins Rampenlicht:

  • Waschnüsse: Die Schalen der Nüsse von den Indien heimischen Ritha-Bäumen lassen sich in einem Baumwollsäckchen der Waschladung beigeben. Nach dem Kontakt mit Wasser bildet sich innerhalb weniger Minuten eine milde Lauge. Für leicht verschmutzte Wäsche kann die Waschleistung durchaus ausreichend sein, doch bei stärker verschmutzer Wäsche (beispielsweise Blut, Tomatensoße, Fett) geraten die Waschnüsse an ihre Grenzen.
  • Waschbälle: Auch unter den Namen Keramikball oder Bioball geläufig funktionieren diese Bälle basierend auf zwei Prinzipien. Zum einen verstärken sie die mechanische Reibung in der Waschtrommel, was die Wirksamkeit des – unter Umständen geringer dosierten – Waschmittels steigert. Zum anderen sollen sie negativ geladene Ionen abgeben, was eine Reinigung der Wäsche bewirkt. Auch hier gilt, dass mittel und stark verschmutzte Wäsche sich mit Waschbällen alleine nicht sauber bekommen lässt.

Immer wieder geistern auch Gerüchte durch die Medien, dass eine neuartige Waschmaschine entwickelt wurde, die ohne Waschmittel auskommt. Bislang haben sich diese Gerüchte stets als unhaltbar bestätigt.

Doch der Erfindungsreichtum des menschlichen Geists ist unbegrenzt! Vielleicht ist es ja eines Tages soweit.

 

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